Es War Einmal… Yahoo! Engineering München #

November 24, 2008.

Yahoo! hat am Freitag verkündet, die gesamte Engineering-Abteilung in München zu schließen. Meine Freude war etwas gedämpft, bin ich doch (noch) Teil dieser Abteilung.

Meine Motivation, eine neue “Herausforderung” zu finden, stieg dementsprechend sprunghaft — denn ab 31.12.2008 bin ich somit ohne Arbeit (Stand: heute).

Um ehrlich zu sein, ich weiß noch nicht genau, was ich machen möchte. Will ich als Freelancer arbeiten? Suche ich mir einen (interessanten) neuen Job? Mache ich eine eigene Firma auf? Im Moment bin ich etwas unschlüssig, alle drei Optionen klingen irgendwie verlockend.

Vielleicht muss ich nur überzeugt werden. Also, sollte eine coole Firma in München zufällig nach einem versatilen Allrounder mit einem Faible für Scripting/Hacking (Ruby, Python, Javascript, Perl, PHP, LUA…) und alles Neue suchen, der sich mit geschlossenen Augen in diesem Internetz auskennt: ich würde mich sehr über eine Mail, einen Tweet oder einen Anruf (089 / 317 12 74) freuen. Oder auch über einen Besuch auf meinem LinkedIn- oder Xing-Profil. :) Danke!

Und sollten irgendjemand nach einem wirklich sehr, sehr guten Web Dev suchen: mein Freund und Kollege Mike West ist zur Zeit ebenfalls auf der Suche.

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Fritz, Interview, Podcast! #

November 17, 2008.

Mein Child’s Play-Interview in Trackback auf Radio Fritz war ein voller Erfolg, zumindest in dem Sinne, dass ich mich nicht komplett blamiert habe …denke ich zumindest. Dana meinte zwar, ich hätte allen den Stoiber gemacht — meine “Äh…”-Frequenz war wohl höher, als ich selbst gemerkt habe —, aber ich glaube, das ist okay. Niemand in Berlin kennt Stoiber, oder?

Die Sendung vom Samstag gibts auch als Podcast, als MP3-Direktdownload und zum Gleich-auf-der-Seite-Anhören. Das Interview geht bei ca. 11:05 min los. Der Rest der Sendung ist natürlich auch cool; generell ist Trackback als Podcast ohnehin wunderbar geeignet, um Bus- und Bahnfahrten mit Kurzweil zu überstehen. :)

Vielen, vielen Dank nochmals an Marcus für die Plattform! Jetzt hoffe ich mal, dass mehr als nur wir zwei an der Child’s Play-in-Deutschland-Idee interessiert sind. Daumen drücken!

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Child’s Play in Deutschland, Update #

November 14, 2008.

Wer hätte das gedacht, mein letzter Post hat Interesse bei einigen Leuten geweckt. Anscheinend war die Idee, Child’s Play nach Deutschland zu holen, doch nicht so absurd. Freude!

Ein alter Bekannter von mir, Marcus, hat mich kurz nach der Veröffentlichung angepingt und gefragt, ob ich Interesse an einem kurzen Interview für seine Radio-Sendung Trackback hätte. Natürlich hatte ich — wenn alles klappt, wirds was morgen zwischen ab 18:00 und 20:00 Uhr.

Also, Lauscher aufstellen. :)

Ansonsten würde ich mich darüber freuen, wenn Ihr für die Idee ein wenig die Werbetrommel rühren könntet. Verbreitet den Link zur Child’s Play-Kategorie auf carlo.log, oder lest nach, was Ihr sonst noch machen könnt (in diesem Post, unter “Child’s Play 2009″).

Update: Marcus lässt ausrichten, dass Fritz auch einen Livestream hat. Hurra!

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Child’s Play 2008: Deutschland #

November 11, 2008.

(This is a post in German. Are you looking for the English language version?)

Child’s Play 2008 ist gestartet. Gamer in vielen Ländern geben Geld oder kaufen Spielzeuge, Games und andere Geschenke für Kinderkrankenhäuser und -stationen und ihre kleinen Patienten; Partner-Kliniken in den US, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Australien und Ägypten freuen sich über vielen Spenden.

Die Frage

Aber warum nicht hier in Deutschland? Die Frage kam mir während des Sommer immer wieder in den Kopf. Wieso gibt es keine deutschen Kliniken, die mit Child’s Play zusammenarbeiten? Im Juli fragte ich dann bei Kristin Lindsay, der Projektmanagerin im Hause Penny Arcade, nach und bot präventiv meine Dienste als “freiwilliger Verbindungsoffizier” an.

Die Antwort kam nach ein paar Tagen: “Der Grund ist: Wir sprechen kein Deutsch, was die Kontaktaufnahme ziemlich erschwert. Dein Angebot nehmen wir gern an!”

Die Aufgabe

Im Prinzip geht es nur darum, den initialen Kontakt zwischen Child’s Play und interessierten Kliniken herzustellen. CP kennt keine deutschen Einrichtungen. Woher auch? Sie brauchen Gamer vor Ort, i.e. uns, wie in allen anderen Ländern auch. Die Verantwortlichen in den Krankenhäusern haben Fragen, und es schafft mehr Vertrauen, wenn diese von lokalen Ansprechpartnern in Landessprache beantwortet werden.

Rechtlich gesehen sind die Freiwilligen außen vor. Wenn sich eine Einrichtung entschließt, ein sog. Partnerhospital zu werden, wird eine rechtliche Vereinbarung direkt zwischen ihr und der Charity in den USA geschlossen. Child’s Play arbeitet dabei aber nur mit sog. non-profit organizations zusammen: z.B. mit öffentlichen Kliniken oder auch entsprechenden Stiftungen.

Wir, die Freiwilligen, kommen erst wieder ins Spiel, wenn das Krankenhaus evtl. Hilfe beim Erstellen seines Wunschzettels benötigt. Der Kauf und die Lieferung erfolgt komplett über Amazon.

Die Geschichte

Eine gute Woche später, Anfang August, war ich wegen einer Untersuchung als potentieller Knochenmarkspender im Klinikum München-Neuperlach. Ich fragte mich zum Sozialdienst durch, wo ich erfuhr, dass Neuperlach keine Kinderstation hat. Knüller! Dafür bekam ich aber vom freundlichen Chef des Dienstes Namen und Telefonnummern von Ansprechpartnern in den Kliniken in München-Harlaching und München-Schwabing. Sehr gut!

Nun, ich hatte nicht wirklich erwartet, dass sich die Leute darum reissen, mich anzuhören. Trotzdem begann ich frohen Mutes meinen Telefondienst. Meine zwei Kontakte waren freundlich und hilfreich, aber nicht die Personen, die Charities betreuen. Ich bekam immer neue Namen von anderen Klinik-Mitarbeitern, die sich “um derlei Anfragen” kümmern, und nach einigen Umwegen hatte ich auch tatsächlich Menschen am Apparat, die mir zumindest Auskünfte und richtige Namen geben konnten. Nur half das nicht wirklich weiter: “Der Verantwortliche heisst [XYZ], aber er/sie ist krank/im Urlaub/auf Reisen”.

Die nächsten zwei Monate verbrachte ich dann viel, viel Zeit am Telefon. Ich sprach mit netten und ehrlich interessiert wirkenden Klinikmitarbeitern, die um Infomaterial baten und Fragen hatten. Bei einigen dieser Fragen musste ich bei Kristin Lindsay nachfragen, weil ich die Antworten selbst nicht kannte. Aber hey, leben und lernen! :) Kristin half mir weiter, und ich gab die Informationen auf Deutsch an meine Kontakte in den Einrichtungen. Ich rief im Wochenrhythmus an, fragte nach Neuigkeiten und Entscheidungen. Aber Bürokratie braucht seine Zeit. Ich hakte nach… hakte nach… hakte nach.

Kurzgesagt, ich tat das, wofür ich als Freiwilliger “angeheuert” hatte.

Ende erster Akt

Ende Oktober kam dann aber leider das Aus (für dieses Jahr). Die Städtischen Kliniken München ließen mich in einer kurzen Mail wissen, dass sie Child’s Play interessant fänden, ich aber bitte Verständnis dafür haben sollte, dass man nicht Partnerhospital werden möchte. Schade.

Mir blieb nichts weiter übrig, als mich für die Info zu bedanken, und darauf hinzuweisen, dass 2008 sicherlich nicht das letzte CP-Jahr gewesen sein wird.

Tja, und das ist der Grund, warum es zumindest dieses Jahr keine Child’s Play-Aktionen in Deutschland gibt.

Die Nachbesprechung

Ich finde es bedauerlich, klar. Und im Nachhinein denke ich mir, dass ich eventuell mehr als nur zwei Kliniken hätte anschreiben müssen. Die Chancen auf einen Erfolg wären klar größer gewesen. Aber ich hatte so etwas noch nie gemacht, und hatte keine Ahnung, wieviel Aufwand auf mich zukommen würde. Ich wollte klein anfangen, und im nächsten Jahr darauf aufbauen. Nach oben hin ist schließlich immer alles offen; aber beim ersten Mal zu versuchen, 10 Kliniken gleichzeitig zu jonglieren, und dann zu versagen, Leute zu enttäuschen, den Ruf von Child’s Play aufs Spiel zu setzen — das erschien mir kein guter Ansatz.

Child’s Play 2009

Nächstes Jahr werde ich früher anfangen, nach Krankenhäusern zu suchen. Und ich verändere meinen Ansatz: ich werde die Kliniksuche “outsourcen”. :)

Und zwar an Euch.

Kennt Ihr ein Kinderkrankenhaus oder eine Klinik mit pediatrischer Station, das u.U. generelles Interesse an einer Zusammenarbeit mit Child’s Play hat? Fragt bei der Klinikleitung oder beim Sozialdienst an — lasst sie wissen, dass es CP überhaupt gibt. Ich wage zu behaupten, dass die wenigsten Einrichtungen in Deutschland davon wissen. Wenn sie Interesse zeigen, habt Ihr drei Möglichkeiten:

Ich kann nichts versprechen, außer, dass ich jede Anfrage beantworten werde.

Mit etwas Glück wirds in 2009 ein größerer Erfolg, und die Presse hat mal etwas Anderes zu vermelden als “OMG KILLARSPIELE”. :)

Das Kleingedruckte

Ich bin kein Mitarbeiter von Child’s Play. Ich spreche nicht für die Organisation, und ich vertrete sie nicht. Ich bin lediglich ein freiwilliger Helfer, der sich auf eigene Faust und Kosten für Child’s Play in Deutschland stark macht. Alle Aussagen zu legalen Gegebenheiten wurden nach bestem Wissen und Gewissen gemacht, können aber trotzdem großer Unfug sein.

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Der Vogel #

May 30, 2008.

Vorgestern bin ich im Biergarten der Alten Messe zum Mittag. Der Biergarten ist nahezu leergefegt; die Mittagszeit ist eigentlich schon vorbei.

An der Ausgabe entscheide ich mich für Bratwurst mit Sauerkraut. Großer Teller, große Wurst, große Portion Sauerkraut. Lecker! Fix bezahlt und einen Tisch gesucht. Ein paar Meter weiter sitzt ein älterer Herr über einen Masskrug gebeugt; mit einem kurzen Nicken bestätigen wir uns gegenseitig unsere Existenz zu dieser Stunde, an diesem Ort.

Ich setze mich, reisse mein Senftütchen auf—und muss feststellen, dass ich versehentlich Mayonnaise1 gegriffen habe. Mon dieu! Entschlossen stehe ich auf, gehe zur Ausgabe, nehme mir ein Senftütchen, drehe mich um…

…und sehe einen Raben auf meinem Teller sitzen.

Kurz nachgedacht: Nein, ich kann mich nicht entsinnen, den gekauft zu haben. Was zum Teufel?!

Ich mache einen Schritt auf meinen Tisch zu. Zehn Meter trennen mich von meinem Ziel.

Der Rabe schaut mich an. Ich schaue den Raben an.

[Tumbleweed fliegt durchs Bild.]

Seine kleinen schwarzen Knopfaugen mustern mich.

Ich mache noch einen Schritt.

Der Rabe greift meine Wurst mit dem Schnabel und fliegt davon.

WAS. ZUM. TEUFEL.

Ich bin dann zu meinem Tisch gegangen, hab die Fußspuren in meinem Sauerkraut begutachtet, mich auf- und danach wieder abgeregt, hab die Dame an der Kasse danach gefragt, wo ich den Rest meines Essens entsorgen kann, und ihr auf Nachfrage die letzten vier Minuten meines Lebens kurz zusammengefasst. Als ich auf ihr “Ja, wollen’s a naie Portion?” hin antwortete, dass mein Budget für die Pause aufgebraucht sei, überlegte sie kurz, und gab mir trotzdem einen neuen Teller, aufs Haus. Das nenn ich mal Dienst am Kunden! Dafür gibts zwei Pluspunkte.

Ich denke, dies war meine bizarrste Mittagsgeschichte bisher. Verdammtes Rabenviech.


  1. Es wird immer “Mayonnaise” heissen. Der Tag, an dem ich die sog. “neue Schreibweise” benutze, wird der Tag sein, an dem das Abendland untergeht. 

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photo of Carlo Zottmann Carlo Zottmann carlo@zottmann.org
München Germany
AIM YIM Jabber

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