Es War Einmal… Yahoo! Engineering München #

November 24, 2008.

Yahoo! hat am Freitag verkündet, die gesamte Engineering-Abteilung in München zu schließen. Meine Freude war etwas gedämpft, bin ich doch (noch) Teil dieser Abteilung.

Meine Motivation, eine neue “Herausforderung” zu finden, stieg dementsprechend sprunghaft — denn ab 31.12.2008 bin ich somit ohne Arbeit (Stand: heute).

Um ehrlich zu sein, ich weiß noch nicht genau, was ich machen möchte. Will ich als Freelancer arbeiten? Suche ich mir einen (interessanten) neuen Job? Mache ich eine eigene Firma auf? Im Moment bin ich etwas unschlüssig, alle drei Optionen klingen irgendwie verlockend.

Vielleicht muss ich nur überzeugt werden. Also, sollte eine coole Firma in München zufällig nach einem versatilen Allrounder mit einem Faible für Scripting/Hacking (Ruby, Python, Javascript, Perl, PHP, LUA…) und alles Neue suchen, der sich mit geschlossenen Augen in diesem Internetz auskennt: ich würde mich sehr über eine Mail, einen Tweet oder einen Anruf (089 / 317 12 74) freuen. Oder auch über einen Besuch auf meinem LinkedIn- oder Xing-Profil. :) Danke!

Und sollten irgendjemand nach einem wirklich sehr, sehr guten Web Dev suchen: mein Freund und Kollege Mike West ist zur Zeit ebenfalls auf der Suche.

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Der Vogel #

May 30, 2008.

Vorgestern bin ich im Biergarten der Alten Messe zum Mittag. Der Biergarten ist nahezu leergefegt; die Mittagszeit ist eigentlich schon vorbei.

An der Ausgabe entscheide ich mich für Bratwurst mit Sauerkraut. Großer Teller, große Wurst, große Portion Sauerkraut. Lecker! Fix bezahlt und einen Tisch gesucht. Ein paar Meter weiter sitzt ein älterer Herr über einen Masskrug gebeugt; mit einem kurzen Nicken bestätigen wir uns gegenseitig unsere Existenz zu dieser Stunde, an diesem Ort.

Ich setze mich, reisse mein Senftütchen auf—und muss feststellen, dass ich versehentlich Mayonnaise* gegriffen habe. Mon dieu! Entschlossen stehe ich auf, gehe zur Ausgabe, nehme mir ein Senftütchen, drehe mich um…

…und sehe einen Raben auf meinem Teller sitzen.

Kurz nachgedacht: Nein, ich kann mich nicht entsinnen, den gekauft zu haben. Was zum Teufel?!

Ich mache einen Schritt auf meinen Tisch zu. Zehn Meter trennen mich von meinem Ziel.

Der Rabe schaut mich an. Ich schaue den Raben an.

[Tumbleweed fliegt durchs Bild.]

Seine kleinen schwarzen Knopfaugen mustern mich.

Ich mache noch einen Schritt.

Der Rabe greift meine Wurst mit dem Schnabel und fliegt davon.

WAS. ZUM. TEUFEL.

Ich bin dann zu meinem Tisch gegangen, hab die Fußspuren in meinem Sauerkraut begutachtet, mich auf- und danach wieder abgeregt, hab die Dame an der Kasse danach gefragt, wo ich den Rest meines Essens entsorgen kann, und ihr auf Nachfrage die letzten vier Minuten meines Lebens kurz zusammengefasst. Als ich auf ihr “Ja, wollen’s a naie Portion?” hin antwortete, dass mein Budget für die Pause aufgebraucht sei, überlegte sie kurz, und gab mir trotzdem einen neuen Teller, aufs Haus. Das nenn ich mal Dienst am Kunden! Dafür gibts zwei Pluspunkte.

Ich denke, dies war meine bizarrste Mittagsgeschichte bisher. Verdammtes Rabenviech.

*) Es wird immer “Mayonnaise” heissen. Der Tag, an dem ich die sog. “neue Schreibweise” benutze, wird der Tag sein, an dem das Abendland untergeht.

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Ode an die Schminkende #

February 20, 2008.

Seit mehreren Wochen sitzt in meinem Bus nahezu jeden Morgen eine Frau, die sich mit Hingabe während der kompletten Fahrt zum Bahnhof (~15min) schminkt. Und ich spreche nicht vom schnellen Nachziehen des Lippenstifts, sondern von der großen Packung—Haare zurückstecken und ab gehts.

Ich wollte eigentlich die letzten paar Wochen schon etwas darüber schreiben, bin aber immer davon abgekommen. Vielleicht war das gar nicht so schlecht; da ich mittlerweile ihre handwerklichen Fähigkeiten aus der Ferne bewundern gelernt habe, möchte ich ihr heute etwas hausgemachte Lyrik widmen.

Warum
Oh Frau im Bus jeden Morgen
Warum

Du schminkst Dich
Von Iltisstrasse
Bis Bahnhof Trudering
Oh Frau im Bus jeden Morgen

Jeden Tag
15 Minuten Fahrt
Jeden Tag
Verwandlung von Biest in Schöne
Oh Frau im Bus jeden Morgen

Klammern im Haar
Eyeliner in der Hand
Cremes, Pinsel, Lippenstift
Komplettrestauration!
Oh Frau im Bus jeden Morgen

Mir ist bewusst
Dass Du Dir so 15 Minuten “sparst”
Jeden Tag
Dein Zeitmanagement-Fu erscheint stark
Oh Frau im Bus jeden Morgen

Jedoch
Oh Frau im Bus jeden Morgen
Scheinst Du zu verkennen
Dass der Bus nicht
Dein Badezimmer ist

Im besten Fall
Ist es irritierend für alle Anderen
Oh Frau im Bus jeden Morgen

Vergleichbar nur
Mit dem frohgemuten Popeln im Auto
Beim Halten an der Ampel
Nasenhöhlenwellness
Oh Frau im Bus jeden Morgen

Warum
Oh Frau im Bus jeden Morgen
Warum

WIR KÖNNEN DICH SEHEN
Oh Frau im Bus jeden Morgen
Oh Frau im Bus jeden Morgen

Srsly, stop it. Es gibt für alles einen Ort, aber der Bus ist es in diesem Fall nicht.

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Avatare im “SZ Magazin” #

May 11, 2007.

Vor ein paar Wochen wurde ich fürs Süddeutsche Zeitung Magazin interviewt—es ging um Avatare und die Leute dahinter, i.e. um die Charaktere, die Menschen in Onlinespielen spielen.

Heute wurde es veröffentlicht.

Hendrik, der auch interviewt wurde, hats sogar ins Print-Magazin geschafft, ich war anscheinend zu hässlich und kam “nur” in die Web-Ausgabe. Aber hey, das passt schon. Was ich etwas schade finde: ca. 90% von dem, was wir gefragt wurden und was wir gesagt haben, haben sie nicht verwendet. Schande!

Wie dem auch sei, hier bin ich zu sehen und hier ist Hendrik. Und hier ist ein Screenshot, für die Nachwelt erhalten. (Klick darauf geht zur großen Version.)

SZ Magazin vom 10.05.2007

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So! #

April 29, 2007.

Wir haben heute einen Baum gepflanzt im Garten. Einen Fächerahorn.

Juhu!

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photo of Carlo Zottmann Carlo Zottmann carlo@zottmann.org
München Germany
AIM YIM Jabber

You look like you have no time, but still need to find some Xmas gifts, but have no idea what to get them, right?

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